Depression
Depressionen sind mehr als Traurigkeit. Sie beeinflussen Denken, Fühlen, Körper und Verhalten – oft über Wochen oder länger. Viele Betroffene berichten von Erschöpfung, innerer Leere oder dem Gefühl, „funktionieren zu müssen“, obwohl alles schwer ist.
Häufige Anzeichen
- gedrückte Stimmung oder Interessenverlust
- Antriebsmangel, schnelle Ermüdung
- Schlaf- und Konzentrationsprobleme
- Schuldgefühle, Grübeln, Selbstabwertung
- Appetit-/Gewichtsveränderungen
- sozialer Rückzug
Der depressive Kreislauf
Weniger Energie → weniger Aktivität → weniger positive Erlebnisse → mehr Grübeln & Selbstkritik → noch weniger Energie.
Depression „verengt“ den Blick: Negative Informationen wirken lauter, Positives wird ausgeblendet.
Was hilft oft (alltagsnah)?
- Kleine Aktivierung: sehr kleine, machbare Schritte (z. B. 10 Minuten rausgehen)
- Tagesstruktur: feste Schlafens- und Essenszeiten, Mini-Routinen
- Gedanken prüfen: „Welche Belege habe ich? Gibt es eine mildere Sicht?“
- Sozialkontakt dosiert: kurze Nachrichten, Spaziergang statt Party
- Körper mitnehmen: Licht, Bewegung, Ernährung, medizinische Abklärung
Wann ist schnelle Hilfe wichtig?
Wenn Hoffnungslosigkeit sehr stark wird, Suizidgedanken auftreten oder der Alltag nicht mehr zu bewältigen ist, bitte zeitnah Hilfe holen (Notruf/ärztlicher Dienst/TelefonSeelsorge).
Wie kann Online-Gruppentherapie unterstützen?
- Normalisierung („Ich bin nicht allein“)
- gemeinsame Aktivierungspläne, Rückhalt und sanfte Verbindlichkeit
- Austausch über Grübeln, Selbstkritik, Schlaf und Stress
- Aufbau von Ressourcen und Selbstmitgefühl
