Emotionsregulation

Emotionsregulation

Emotionen sind Signale – sie zeigen Bedürfnisse, Grenzen und Werte. Schwierigkeiten entstehen, wenn Gefühle sehr stark, sehr schnell oder „wie aus dem Nichts“ kommen, oder wenn man sie nur mit Rückzug, Wut, Selbstabwertung oder Substanzen dämpfen kann.

Was bedeutet Emotionsregulation?

Emotionsregulation heißt nicht, Gefühle „wegzumachen“, sondern:

  • Emotionen wahrzunehmen und zu benennen
  • ihre Intensität zu beeinflussen
  • handlungsfähig zu bleiben (nicht impulsiv „ausrasten“ oder erstarren)

Häufige Muster

  • Überwältigung (Panik, Wut, Scham)
  • „Abschalten“ (Taubheit, Dissoziation, Leere)
  • Grübeln statt fühlen
  • Konflikte, impulsive Entscheidungen, Rückzug

Praktische Skills (Beispiele)

  • Stopp & Boden: Füße spüren, 5 Dinge sehen/hören/fühlen (Grounding)
  • Atem & Rhythmus: länger ausatmen, langsamere Bewegungen
  • Gefühlsampel: grün/gelb/rot – was brauche ich in welcher Zone?
  • Bedürfnis-Check: Hunger, Müdigkeit, Überforderung, Nähe/Abstand
  • Selbstberuhigung: Musik, Wärme, Dusche, Bewegung, Natur

Wie kann Online-Gruppentherapie unterstützen?

  • Skills gemeinsam lernen und zwischen den Sitzungen üben
  • Rückmeldung: „Welche Strategie hat wann geholfen?“
  • Entlastung durch Verständnis – und weniger Scham über „zu viel Gefühl“