Trauma
Trauma beschreibt eine Erfahrung, die zu viel, zu schnell, zu plötzlich war – und bei der man sich hilflos oder ausgeliefert fühlte. Traumafolgen können nach Unfällen, Gewalt, Übergriffen, Vernachlässigung, schweren Verlusten oder anhaltenden belastenden Beziehungen entstehen. Wichtig: Nicht jede schwere Erfahrung führt zu einer Traumafolgestörung – aber wenn Symptome bleiben, ist Hilfe sinnvoll.
Mögliche Traumafolgen
- Wiedererleben: Flashbacks, Albträume, intrusive Erinnerungen
- Übererregung: Schreckhaftigkeit, Schlafprobleme, Reizbarkeit
- Vermeidung: Orte, Menschen, Gespräche, Gefühle „abschalten“
- Negative Selbst- und Weltbilder: Schuld, Scham, Misstrauen
- Dissoziation: sich unwirklich fühlen, „weg“ sein
Stabilisierung zuerst
Viele traumasensible Ansätze arbeiten in Phasen:
- Sicherheit & Stabilisierung (Ressourcen, Grenzen, Körperregulation)
- Verarbeitung (nur wenn ausreichend Stabilität vorhanden ist)
- Integration & Neubeginn (Alltag, Beziehungen, Sinn)
Was kann im Alltag helfen (sanft)?
- Grounding, Orientierung im Hier-und-Jetzt
- „Fenster der Toleranz“ kennen: Über- vs. Untererregung
- sichere Routinen, ausreichend Schlaf/Erholung
- Unterstützung durch vertrauenswürdige Personen, ggf. Fachstellen
Wie kann Online-Gruppentherapie unterstützen?
In einer traumasensiblen Gruppe steht meist Stabilisierung im Vordergrund:
- Ressourcenaufbau, Körper- und Emotionsregulation
- Grenzen, Sicherheit, Trigger-Umgang
- Austausch ohne Details, die andere überfordern könnten (klare Gruppenregeln)
