Trauma

Trauma

Trauma beschreibt eine Erfahrung, die zu viel, zu schnell, zu plötzlich war – und bei der man sich hilflos oder ausgeliefert fühlte. Traumafolgen können nach Unfällen, Gewalt, Übergriffen, Vernachlässigung, schweren Verlusten oder anhaltenden belastenden Beziehungen entstehen. Wichtig: Nicht jede schwere Erfahrung führt zu einer Traumafolgestörung – aber wenn Symptome bleiben, ist Hilfe sinnvoll.

Mögliche Traumafolgen

  • Wiedererleben: Flashbacks, Albträume, intrusive Erinnerungen
  • Übererregung: Schreckhaftigkeit, Schlafprobleme, Reizbarkeit
  • Vermeidung: Orte, Menschen, Gespräche, Gefühle „abschalten“
  • Negative Selbst- und Weltbilder: Schuld, Scham, Misstrauen
  • Dissoziation: sich unwirklich fühlen, „weg“ sein

Stabilisierung zuerst

Viele traumasensible Ansätze arbeiten in Phasen:

  1. Sicherheit & Stabilisierung (Ressourcen, Grenzen, Körperregulation)
  2. Verarbeitung (nur wenn ausreichend Stabilität vorhanden ist)
  3. Integration & Neubeginn (Alltag, Beziehungen, Sinn)

Was kann im Alltag helfen (sanft)?

  • Grounding, Orientierung im Hier-und-Jetzt
  • „Fenster der Toleranz“ kennen: Über- vs. Untererregung
  • sichere Routinen, ausreichend Schlaf/Erholung
  • Unterstützung durch vertrauenswürdige Personen, ggf. Fachstellen

Wie kann Online-Gruppentherapie unterstützen?

In einer traumasensiblen Gruppe steht meist Stabilisierung im Vordergrund:

  • Ressourcenaufbau, Körper- und Emotionsregulation
  • Grenzen, Sicherheit, Trigger-Umgang
  • Austausch ohne Details, die andere überfordern könnten (klare Gruppenregeln)