Selbstwert
Selbstwert ist die innere Überzeugung: „Ich bin okay – auch wenn ich Fehler mache.“ Ein fragiler Selbstwert hängt oft stark von Leistung, Anerkennung oder Kontrolle ab. Dann werden Kritik, Rückschläge oder Konflikte schnell als Beweis erlebt, „nicht gut genug“ zu sein.
Woran erkenne ich einen angeschlagenen Selbstwert?
- starker innerer Kritiker, Perfektionismus
- People-Pleasing, schwer Nein sagen
- Angst vor Ablehnung, hoher Vergleichsdruck
- Scham, Rückzug nach Fehlern
- das Gefühl, sich „verdienen“ zu müssen
Woher kommt das?
Häufig spielen Lernerfahrungen eine Rolle: wiederholte Kritik, wenig emotionale Sicherheit, Mobbing, unklare Grenzen oder überhöhte Erwartungen. Auch Depression, Angst oder ADHS können Selbstwertprobleme verstärken.
Was stärkt Selbstwert langfristig?
- Realistische Selbstzuschreibungen: Stärken und Schwächen gleichzeitig halten
- Selbstmitgefühl: so mit sich sprechen, wie mit einem guten Freund
- Werteorientierung: „Was ist mir wichtig?“ statt „Wie wirke ich?“
- Grenzen üben: kleine Neins, klare Bitten
- Kompetenzerfahrungen: machbare Ziele, die wirklich zu einem passen
Wie kann Online-Gruppentherapie unterstützen?
- korrigierende Beziehungserfahrungen: akzeptiert sein, ohne „perfekt“ zu sein
- Feedback, das nicht bewertet, sondern stärkt
- Übungen zu Grenzen, Scham, innerem Kritiker und Selbstmitgefühl
